Sprengstoffe spielten und spielen bei terroristischen Anschlägen oft eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen es Attentätern, Menschen schwer zu verletzen oder gar zu töten und gleichzeitig immense Schäden an Gebäuden, Infrastrukturen und Institutionen zu verursachen. Die Prävention solcher Szenarien verlangt eine rechtzeitige, zuverlässige und effiziente Detektion von Explosivstoffen.
Der Nachweis geringster Spuren von Explosivstoffen sowohl in der Gasphase als auch auf Oberflächen ist nur mit äußerst empfindlichen Verfahren möglich: Nanoporöse Materialien reichern beispielsweise Explosiv- oder Gefahrstoffe aus der Gasphase an. Darauf basierende Detektionssysteme verfügen über eine erhöhte Selektivität und Sensitivität.
Die Anforderungen an Sensoren sind hoch: Sie müssen schnell und spezifisch sein, viele Substanzen detektieren und dabei eine zuverlässige Identifikation der Bedrohung erlauben. Da bisher kein einzelner Sensor alle Explosivstoffe und Szenarien abdecken kann, werden substanz- und szenarienabhängig multiple Sensoren eingesetzt.
Wurde trotz aller Prävention ein Sprengstoffanschlag verübt, bietet die Analyse der am Tatort auffindbaren Substanzen Ansatzpunkte, um den eingesetzten Explosivstoff zu identifizieren. Dieses Wissen erlaubt Rückschlüsse auf den oder die Attentäter. Das Fraunhofer ICT bringt in Kooperation mit nationalen und internationalen Sicherheitskräften seine Expertise im Bereich Explosivstoffe regelmäßig in solche und vergleichbare Szenarien ein.