Forschungsprojekt SET-316

Realistic Trace Explosives Test Standards for Evaluation of Optical Sensors in Relevant Scenarios (STO-TR-SET-316)

SET-316-Fingerabdruck: Makroskopische Aufnahme eines mit dem Nanoplotter mit Kaliumchlorat gedruckten Abdrucks (links) und Druckvorlage erstellt in Excel aus einer Raman-mikroskopischen Aufnahme eines realen Fingerabdrucks (nur Kaliumchlorat-Partikel) (rechts).
© Fraunhofer ICT
SET-316-Fingerabdruck: Makroskopische Aufnahme eines mit dem Nanoplotter mit Kaliumchlorat gedruckten Abdrucks (links) und Druckvorlage erstellt in Excel aus einer Raman-mikroskopischen Aufnahme eines realen Fingerabdrucks (nur Kaliumchlorat-Partikel) (rechts).

Die NATO-Arbeitsgruppe SET-316 wurde 2022 als Folgeprojekt der SET-237 »Printed Standards for Stand-Off Detection« etabliert.

Ziel der (NATO) Sensors & Electronics Technology (SET) Research Task Group (RTG) NATO SET-316 ist es, standardisierte Methoden zur Herstellung chemisch kontaminierter Oberflächen mittels Drucktechniken zu entwickeln, die realistische Gefährdungsniveaus simulieren, um Stand-Off- und Spuren-Detektionssysteme für Explosivstoffe zu bewerten.

Das SET-316 wurde als kooperatives vierjähriges Arbeitsprogramm eingerichtet, das eine Literaturübersicht und die Untersuchung realistischer Spuren-Explosivstoffkontaminationen auf Oberflächen, zwei Iterationen von Ringversuchen und einen Feldversuch zur Validierung der empfohlenen Testmethoden umfasst. Das primäre Ziel der Ringversuche besteht darin, standardisierte Drucktechniken zu identifizieren, die verwendet werden können, um genaue Repräsentationen realistischer Proben für die Bewertung verschiedener Detektionssensor-Technologien herzustellen.

Arbeitsprogramm

  • Studie zur Übertragung von Explosivstoff auf Oberflächen durch Fingerabdrücke in Abhängigkeit von der Zeit nach dem Kontakt. Dokumentation und Analyse der Ergebnisse und Erstellung von Druckvorlagen solcher Abdrücke
  • Serien von mechanischen automatisierten Fingerabdrücken durch künstlichen Finger und Vergleich mit den menschlichen Fingerabdrücken
  • Entwicklung von Verfahren zur mikroskopischen Darstellung und Auswertung von Partikeln auf diversen Substraten
  • Anpassung der Druckparameter, um möglichst realistische Partikel zu erzeugen
  • Studie zum Drucken auf diversen Substraten
  • Verbesserung der Druckergebnisse durch hydrophobe Beschichtung der Substrate
  • Qualitätskontrolle der Proben (Partikelstatistik, Quantifizierung) in den beteiligten Laboren und zusätzlich durch das unabhängige Transportation Security Laboratory (TSL)
  • Gemeinsamer Feldversuch (Cooperative Demonstration of Technology, CDT) mit SET-HFM-324 an den Einrichtungen der Schwedischen Verteidigungsbehörde (FOI) in Grindsjön vom 23. bis 27. Juni 2025. Für diesen Versuch stellte SET-316 nahezu 1100 Ziel-Coupons bereit. Das Hauptziel dieser CDT war es, die von SET-HFM-324 untersuchten Sensortechnologien mit den von SET-316 entwickelten Teststandards zu konfrontieren und die Variabilität der gedruckten Proben und deren Auswirkung auf die Detektionsleistung der beteiligten Sensoren zu bewerten.