Hochwertige Wiederverwendung von Verschnittfasern in Compositen
Bei der Herstellung von Bauteilen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) mittels Harzinjektionsverfahren fällt Faserverschnitt in Form trockener Kohlefasern an. Dieser Abfall kann durch optimierten Zuschnitt der Faserhalbzeuge (Rollenware) reduziert, meist aber nicht vollständig vermieden werden. Der Wiedereinsatz dieser Faserabfälle (recycelte Kohlenstofffasern, rCF) in hochwertigen Verbundwerkstoffen wurde im Rahmen des Forschungsprojekts vliesRTM untersucht.
Neben der Optimierung der Vliesstoffe und Vliesstoffherstellung beim Projektpartner STFI e. V. befasst sich das Fraunhofer ICT mit Herausforderungen bei der Imprägnierung der Vliesstoffe zum Verbundwerkstoff. Hierbei wurden sowohl das serienfähige High Pressure Resin Transfer Molding (HP-RTM) als auch die Konsolidierung mittels Nasspressverfahren (engl. Wet Compression Molding – WCM) untersucht.
Zur Ermittlung möglicher Anwendungsfelder erfolgte anschließend eine umfangreiche Charakterisierung der erzielten mechanischen Kennwerte. Die gewonnen Erkenntnisse hinsichtlich des Drapier- und Imprägnierverhaltens wurden mit der Herstellung einer Demonstratorgeometrie, in Form einer Fahrzeugrücksitzwand, demonstriert.
MaschinenMarkt: "Erfolg beim Recyceln wertvoller Carbonfasern"
report kunststoffland NRW: "vliesRTM – Hochwertige Wiederverwendung von Verschnittfasern in Compositen" (S. 24 -26)