Forschungsprojekt DEMO-K

Dezentrale, modulare NH3-Synthese– ein CO2‑neutraler synthetischer Kraftstoff für Schifffahrt und Schwerlastverkehr

Brennendes Plasma im Reaktor
© Fraunhofer ICT
Brennendes Plasma im Reaktor

Ammoniak (NH3) lässt sich als CO2-freier Treibstoff einsetzen, wenn es aus grünem Wasserstoff und erneuerbarem Strom gewonnen wird – die gesamte Wertschöpfungskette ist nahezu klimaneutral.

2015 erzeugten Schifffahrt, mobile Industriemotoren und Schwerlastverkehr rund 10 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Ammoniak ist für diese drei Anwendungen als synthetischer Kraftstoff am besten geeignet.

Ziel des Forschungsprojekts DEMO-K ist die Entwicklung eines dezentralen modularen Demonstrators, der in einem Dielectric Barrier Discharge Plasma Reactor und mit Ru/MgO-Katalysatoren Ammoniak direkt aus Stickstoff und Wasser erzeugt, ohne dass gasförmiger Wasserstoff vorgelagert ist.

Innovationen im Rahmen des Forschungsprojekts DEMO-K

  • CO2-neutraler Feedstock
  • dezentrale modulare Einheit: On-demand-Produktion
  • hohe Betriebsflexibilität: Echtzeit-Optimierung des Produkts
  • kein separater Elektrolyse- und Syntheseschritt: geringere Energieverluste, kompakte Anlage
  • schnelle An-/Abschaltzeiten: Anpassung an schwankende erneuerbare Energie
  • Verzicht auf vorgelagerten Wasserstoff: höhere Gesamteffizienz.

Die Arbeitsgruppe Mikrowellen- und Plasmatechnologie am Fraunhofer ICT entwickelt im Projekt den Prozess zur Synthese von Ammoniak aus Wasser und Stickstoff und wird eine erste ganzheitliche Bewertung des neuen Prozesses abgeben.

Prozessschema zur Ammoniaksynthese aus Wasser und Stickstoff
© Fraunhofer ICT
Prozessschema zur Ammoniaksynthese aus Wasser und Stickstoff

Rahmendaten des Forschungsprojekts DEMO-K

Förderung

Fördergeber: Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg im Rahmen des Programms Invest BW

Förderkennzeichen: tba

Laufzeit: 1. August 2026 bis 31. Juli 2028

Projektpartner